Töpelkings

"Fa umme"

Freitag, 26. Mai 2017
Beginnt um 20:00 Uhr. Einlass um 19:00 Uhr.
Konzert. Im Dôme. Bestuhlt.
12 € zzgl. Gebühren im Vorverkauf. 15 € an der Abendkasse.
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Unter Sommerplatten versteht man gut und gerne verquarzte Latinoschergen oder Reggae-Bass-Bikini-Klopfer der schnellen Strickart. Das dürfte sich jetzt ändern. Denn Mundartfreund Arnim Töpel hat mit Erwin Ditzner und Michael Herzer in 19 gleichermaßen geschmeidigen und lässigen Songs dem Zweistromdelta seinen Sommerklang geschenkt. Weit weg von Palmenklischees und ziemlich nah an jener eleganten Trägheit unseres Deltavetters am Mississippi. "Fa umme" heißt das Werk der drei überzeugten Kurpfälzer, das sich keineswegs nur dem exklusiven Kreis der Blues-Hardliner erschließt. Denn direkt "Newa de Kapp" liegt hier das musikalische Glück, wenn Töpel sein Billy Joel-trainiertes Klavier anwirft, um "Anneme Dunnaschdaag" sich langsam "Hoamzus" zu singen.

Ditzners Schlagzeug und Herzers Bass schieben kräftig den Mundartblues an, ziehen sich zu dichten Jazzschwelgern zusammen. Bei Nummern wie "Babbisch Gutsl" oder "Wu gehsch du hie?" legt sich unser liebenswerter Dialekt blinzelnd unter den Balladenhimmel. Direkt, unverhohlen und unangestrengt legt sich die heimische Sprachvarietät über das feste und weitsichtige Musikgerüst. Mit verschmitzter Humorigkeit und zärtlichem Ernst, erfrischend weit vom Kabarett entfernt, wird hier der Beweis geführt, dass Mundart kein Kennzeichen für vermeintliche Tiefbegabtheit ist.

Und eines wird auf Töpels Longplayer klar: Wir Kurpfälzer müssen einfach die wohl mit Abstand musikalischsten Babbler unter dem Himmel der Republik sein
(C&P Talking Blues). bema Mannheimer Morgen


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